deutschsprech

gurken 100 jahre ich, schwarzenbach

dieses bittere jungsein
diese beutsamen doppelgänger.
schoener artikel in aktueller zeit
Photobucket
ein vergleich - der alle zweifel ausräumt

jaja, das reisen. ist ist ja eine tatsache das ich neben hellas (und das ist 7 jahre her) nur bis zu den kanaren kam. einmal eintägige 'kreuzfahrt' gen norden - nicht grönland, aber göteborg - samt elch mit knipse geschossen - an mehr ist beim besten willen nicht zu erinnern. meeresfrüchtebüffet. anzunehmen das dies einer der vielen spezialtarifreisen für die neu hinzugekommenen ostmenschen war - so wie damals die 25DM-reise nach venedig. aber lassen wirs dabei.
kein geld, dafür viel lethargie - und die angst verletzt in einem staubigen strassengraben von einem hornissenschwarm oder einheimischen wilden zu tode gestochen zu werden. aber vor allem kein geld. für alles was übers wenig erquickliche rucksack+daumenreisen hinausgeht.
es geht natürlich nicht ums geflenne der zu verstellten möglichkeit, sondern um die bewegung an sich. die flucht als einzig erträglicher zustand. in irgendeinem fast volljährigen sommer war ich noch immer im dorf hinter den 7 bergen, nun immerhin mit schmalem, knarrenden jugendbett mit fehlfeder die sich ins fleisch bohrte UND futon. zwar hatten zwischen dem achten und zwölften lebensjahr etliche sehr praktisch orientierte fluchtversuche stattgefunden (mit rad, ohne rad - aber immer mit einem halben laib brot, denn ein halber laib brot musste sein - das hatte sich seit H & da G (retl) fest eingebrannt)
brot und wasser, das war ganz klar, würden auf einer flucht eine hauptnahrung sein - denn natürlich würde es fremde geben, die das kind bereit wären zu füttern, - ehe sie die polizei anriefen. also kein fremdenfutter, sondern zivilisationsfernes brot&wasser. ich hatte keinen schlafsack, aber ich hatte viel willen wegzukommen. eigentlich immer. nur an der umsetzung fehlte es.
dazu komme ich kaum in der vertrauten welt zurecht - wie erst in der fremden. ein adelsspross mit böser proletarischer stieffamilie - ein siebenschwänziges einhorn mit sekundären weiblichen geschlechtsmerkmalen das in die zweite reihe des heimatchors mit samtkleidchen gestellt wird. rebellionsversuche werden schmerzhaft abgestraft, das nennt sich erziehung, und es funktioniert bei hund wie mensch.

auto fahren
und auto gefahren - jaha auto gefahren währe auch ich mit grösster freude, als es noch keine klimakatastrophe gab - autos 10 kühlschränke in laut waren - und auf geschätze 100'000 erdenmenschen ein automobil kam - wenn überhaupt. ah da haben wirs ja...industrialisierte welt 1925 pro 1000 EW in D 3 autos (in den usa schon 83, in GB 13) da macht das herumbrausen im individualverkehrsgerät doch spass.

aber bleiben wir realistisch, hätte ich auch nur annähernd am anfang des 20. jhds. gelebt hätte ich von glück sagen können wenn ich bis ca. 12 die schule besucht hätte (klassenstufe 1-7 wurden auf dem land auch noch nach der währungsreform zusammen unterrichtet) um dann kartoffeln zu ernten und mit spätestens 18 verheiratet und werfend zu sein. schürzen, erst aus baumwolle dann auch nylon währen meine cashmereschals geworden - nur das bier, das bier ist die einzige herkunftskonstante. das bier ist demokratisch. das bier ist das gesündeste brausegetränk der welt, es ist nahrhaft und gut - das bier sollten die menschen anbeten, nicht gott. sachichma.

nun - zurück zum thema - schwarzenbach, immerhin gesegnet mit den besten voraussetzungen wenn nicht reich, das war sie zumindest verwandterweise schon - theoretisch - so doch berühmt zu werden. hr. th. mann nannte sie, so fand ich das org. im netz verödeten Engel® - und eine eingetragen verödete handelsmarke vom arrivierten intheclosetzausel zu sein, ist ja schon die halbe miete.
vergleichen wir meine biographie - nach kotzlitze (abgeleitet von familienamen und käthe kollwitz/platz - der später wieder in kirchplatz umgetauft würde, nach ausversehenem sturz des gar schröcklichen regimes) war ich als ellen entenscheiss bekannt - da mein bekenntniss zu stark trek und etwas später meiner unerschütterliche, heute nicht mehr nachvollziehbare liebe zur kalten, brutalen lt. natasha 'tasha' yar* allzu nachhaltig waren. ...überhaupt hatte ich viel zu sagen und zu verteidigen damals. immer mit gleichen ergebniss. in den besten fällen wurde ich ausgelacht, in den häufigeren allerdings auf die ein oder andere weise gesteinigt. ob via kastanien, kinderfäustchen oder erwachsenenhandinnenflächen. nach entenscheiss hatte niemand mehr interesse daran mich irgendwie zu beschreiben oder nennen. also tat ich es selbst. erst deranged und als schizoides ego was ich aufgrund weltkriegserfahrung auch dringend nötig hatte RAS. gerne würde ich in einen abschiedsbrief, den ich nicht vorhabe zu schreiben ein 'kein kind meiner zeit®' einfügen - aber das ist zu viel des ausgelutschten. mein platz in der weltgeschichte ist der eines lieutenant commander kotzlitze - strandhaubitze für schönwettertage.
dann die drogen...annerl gewöhnt sich früh und heftig an opioide - ich, immerhin gefühlt standesgemäss bin das erste mal mit erst 16,5 halbbetrunken - von einem singapore sling am gardasee. (aka the gaddorsä) - gute wahl, guter ort. mit 17 folgt das erste richtige intoxikationsexperiment von dem ich nicht nur einen leicht verletzten zeh behielt (über hantel gestolpert) sondern auch 4 benenn und sichtbare narben - zwar endete dieses erste trunkensein mit allerlei peinlichkeit (dem entdecken der vollgekotzen plümmodecke auf dem futon, der wahl des einzig verfügbarn höherprozentigen - rosésekt - und das obwohl das einzig akzeptable alkoholische brausegtränk bier ist - und bleibt) aber auch mit viel jugendheroistischem exzessgefühl (blut früh um fünf vor einem schultag vom gequälten körper duschen - am gleichen tag stolzbesorgt narben bei peergroup vorzeigen)
als ich zugang zu grösserer stadt mit bahnhof hatte (früher traditioneller umschlagplatz harter freizeitmittel) hatte sich dieser längst in kameragepflasterte polizeisandkästen entwickelt. früh und immer zu unrecht in die klauen des drohenden gesetzes geraten graut mir, trotz halber anarchistischer und staatszersetzender gehirnhälfte, vor jeder noch so kleinen, bemerkbaren, gesetzlichen zuwiederhandlung. es ist diese mischung aus angst - und angestrebten berufswunsch bis fast 14 - das war, weil mir niemand erzählt hat das bullen nur schläger+spaziertrupps zum machterhalt sind ;)
und schliesslich auch ehe die rassistische und dümmste mitschülerin in den reihen der grünen jungs aufstieg.

schwarzenbach wird stammgast in lesben+transenkneipen - androgyne schönheit, in die sich m wie ws verliebten.
back in the days, als ich androgyne schönheit war, fühlte ich mich nur awkward und deplaciert und es gab in der 10km entfernten grosstadt, die aus kostengründen nur per pedes oder rad erreichbar war -eine- traurige regenbogenkneipe mit hintereingang. dort verkehrten all die ebenso traurigen lederwänste und schlaksigen kurzhaarjunghomosexuellen und starrten bei 70er jahre discomusik mit minidiskokugel traurig in ihr glas oder tanzten affig. dazu ein-3 gorillaweibchen, mit ebenso traurigen kurzhaarschnitten wie ihre männlichen schlaksgegenstücke. allerdings ohne die lustigbunten t-shirts. die kneipe machte jedes jahr aufgrund umsatzschwierigkeiten zu, fand wohl irgendwann doch neue besitzer, und eröffente für ein paar monate wieder und das ganze wiederholte sich.
ich betrat sie nie, sondern betrachtete das ganze spiel von einem dunklen park, rauchend - und der hoffnung ich würde wenigstens mal eines dieser homosexuellen parkpaare angesichtig, von denen man in alten filmen gehört hatte - ohne erfolg. nach vielen erfolglosen kryptischen, lustigen und todessehnsüchtigen kontaktanzeigen im stadtmagazin und einer kontakaufnahme mit der scheinbar einzigen homosexuellen in meinem alter (köchin aus brandenburg, das telefongespräch brach nach 3min verständlicherweise meinerseits ab) - gab ich es auf und widmete mich weiter dem making out mit alten säcken die in den 70ern in rockbands gespielt hatten und sich später zu 50% als misogyne kondomverweigernde flachzangen herausstellten. daran änderte sich bis zu meinem vemuteten lebensende wenig, und auch hasbeth, die heterosexuelle semi-transe ist kein nennenswerter bruch.

"sie lebte gefährlich, trank zuviel, ging nie vor sonnenaufgang schlafen"
bis ich 10 war lebte auch ich gefährlich, danach scheiterte ich daran, - das trinken begann ich mässig erst mit 18, und blieb bei diesem mässigen trinken, da unmässiges trinken mit unmässig langem aftermath auf der kloschüssel verbunden war - daher war auch essbrechsucht nie ein thema für mich - kotzen ist für mich so anstrengend wie eine geburt. das mit dem sonnenaufgang haut hin. zwischen 5-8 ist die beste zeit einzuschlafen.

"...sie hatte ein gesicht, von dem ich wusste das es mich bis an mein lebensende verfolgen würde"
ich habe eine nase, mit der ich menschen bis an ihr lebensende verfolgte - minus the lebensende, and make that approx. 2-4 years.

"der berliner photographin marianne breslauer gelingt es wie keiner zweiten ihr zwischen den geschlechtern oszillierendes wesen festzuhalten"
mir selbst gelingt es wie keinem daran interessierten zweiten mein zwischen lustigen krawatten oszillierendes wesen festzuhalten. interessiert nur keinen. macht nichts.

'33 ist alles vorbei - und schwarzenbach wird antifaschistin - finden ihre eltern nicht so dufte. auf druck ihres nazisymphatisierndes papas bricht sie die mitarbeit an der 'sammlung' (zeitschrift) ab und flieht...durch den nahen osten nach persien - kommt zurück, flieht kurz darauf wieder in den orient - mit anderen worten sie reist, weil auseinandersetzung mit verwandten faschisten eine erquickliche sache nicht ist.
mittlere 90er, eine ganz und gar bedeutungsarme epoche in der weltgeschichte - zumindest im dörfli - als der vater noch im hause war wetterte er gegen 'den türken' der ihm den arbeitsplatz wegnahm und raunte er und ich (die mutter nicht, denn die war brünett) gehören der herrenrasse an. blaue augen, weisse haut, athletischer körper (papa war leicht untersetzt, zu lange beine, zu kurzer oberkörper - genau wie ich - selbst der bauch driftet nun bald in seine richtung) - und ich, ganz kind, konnte das mit nichts verbinden, glaubte ihm aber. die familie wählte cdu. es gab gott und es gab kohl - beiden gleichsam in ihrer bedeutung.
die erste grosse liebe war auch cdu-anhänger - ich wurde also gezwungenermassen antifaschist. in einer zeit...also zumindest im dörfli - wo man avantgardistische frisuren und zerrissene kleider ins arbeits oder umerziehungslager wünschte, schliesslich war unter A nicht alles schlecht.
ich würde gern sagen meine flucht war die musik - aber ich bekam meinen ersten CD spieler erst mit 12 und hatte kaum geld für platten. meine ersten scheiben waren von den fugees und tic tac toe. ausserdem liebte ich michael jackson sehr und wippte zu dj bobo. ich darf sie aber beruhigen, schon zwischen 12/13 kam der bruch - ich entdeckte satanistenmusik, dark, black und speedmetal sowie gabba- und nicht zu vergessen weinende svv-musik. paulas grosser bruder und ein mitschüler halfen vermittels kasettenpiratie.

erika manns pfeffermühle (kabarett) wird in zürich von faschisten angegriffen, angestifet vermutlich von reneé schwarzenbach (die mutter wars)
angestiftet durch das allgemeine klima im dörfli gibt es einige zaghafte mordversuche, mal durch treppenschubser, mal durch moppeds - weil ich als herrenhutträgerin und vermutete homosexuelle in die kategorie der auszurottenden falle. die omama lügt häufiger das nazis für mich vor der tür stünden - was ja kein wunder sei, wenn ich so herumlaufe (sinngemäss) mit 16 dann der bisherige höhepunkt, haupthaarrasur führt zur grossmütterlichen betitelung als KZ-ratte. psychische probleme und anderes rufen ernstzunehmendes wüten hervor - grosse, wohl berechtigte angst eingewiesen zu werden führen zum bekannten 'verhalten' - der totalen selbstkontrolle und einem doppelleben den nächsten verwandten gegenüber nachdem sich jeder diskussionsversuch als zwecklos herausgestellt hat.

eltern entdecken dass schwarzenbach morphiumsüchtig ist
eltern entdecken das ole me seit dem 12ten lebensjahr raucht. strengste verbote. heimlichrauchen.

annemarie schluckt überdosis veronal
irgendwann mit 14 habe ich einen, nun nicht mehr existenten, baum gefunden der einen sprung in die überlandleitung ermöglicht. beim ersten versuch falle ich unversehrt vom baum - beim zweiten mal schaffe ich es den baum zu erklimmen, zweifle aber schlussendlich das meine sprungkraft bis zur leitung reicht. breche ab. vorher einige jahre unterarmschnitzerein.

annemarie reist, reist tausende und abertausende kilometer. sie schreibt 'Ich freute mich überhaupt auf nichts, und es war doch meine Arbeit, das Innere der Länder kennenzulernen und sie aufrichtig zu lieben, um sie für andere Menschen beschreiben zu können."
ich blieb und blieb und blieb - und freute mich auf wenig. wollte regisseurin werden. weil mir niemand deutlich gemacht hat was die herkunft und das fehlende abitur wirklich bedeuten.

reportagen, romanfragmente, einige bücher - tausende fotos - veröffentlichungen.
nix nix und nix. und wenn nur über mich selbst geschrieben, und die unmöglichkeit ich selbst zu sein, und die unmöglichkeit über die herkunft zu kommen.
einige zehntausende fotos. veröffentlichungen im netz, das es gnädig jedem erlaubt seine scheisse zu posten, mich dabei nicht ausnehmend.

...auch in der ferne sehnsucht nach den bergen
wo immer ich gehe und stehe verachte ich die berge. bedrohlich-enge kessel bilden berge mit ihren tälern, und das bergvolk auch ist bekannt wie verhasst. nach ein zwei kinderaufstiegen im viel besuchten alpenland ist die einzig einleuchtende bergfreiheit die, von einem gipfel zu hüpfen.

immer wieder kehrt sie in die schweiz zurück, immer wieder entzüge in teuren privatkliniken
immer wieder kehre ich ins dörfli zurück, weil ich muss, weil es erwartet wird, weil die geldspenden unter sozialhilfeniveau davon abhängig sind - weil ich eine ewiglange historie in diffuser angst vor obdachlosigkeit habe.

mal wieder in die CH stürzt die 34 jahre alte schwarzenbach vom rad, schwere kopfverletzungen, 3 tage koma.
stark verirrt, transfer in klinik am genfer see, dort gibt es natürlich eine ärztin die sich bei vorherigen kuren ins annerl verliebt hat - und der sie vertraut.
blöd nur das der klinikleiter schizophrenen schub diagnostiziert > elektroschocks, insulin. immerhin, die mutter befreit sie -
42 tage nach dem unfall stirbt sie - "In krasser Missachtung des Testaments vernichtet die Mutter sämtliche an ihre Tochter gerichtete Korrespondenz sowie alle ihre Tagebücher. Außerdem hält sie Freundinnen wie Ella Maillart dazu an, den Namen Annemaries in ihren Erinnerungen hinter Pseudonymen zu verbergen."

um ein solches testament bemühe ich mich aus (vermeintlich?) besserem wissen garnicht erst - ich hoffe nur das der schriftlich festgehaltene nicht-begräbnisswunsch respektiert+ausgeführt wird.
bisherige bemühungen aber, meinen 'nachlass' sicher und rechtzeitig ausser familiärer reichweite zu bringen sind gescheitert.
___
*obwohl...achten sie auf die locke!
edit sf1 kulturplatz 5min beitrag - der eigentlich alles sagt. inklusive meinem lieblingsbild 3männchen in einem boot in venedig.

gurken wie ich nicht gedacht habe

einer der lieblingsgrabsteine nebenan sagt 'die mutter wars'
ich sag die bedeutungslosigkeit wars.

es gab keine tradition des denkens*, oder reflektierens wo ich herkomme. das konnte nix werden. vermutlich hab ichs mit 14 gelernt. durchs fernsehn. angestossen durch befreiung vom anerzogenen glauben. ja, in der tat - im dorfe waren die priester die intellektuellen. die lehrer (provinz ist da wo man lehrer für i. hält) - nunja....oma war einer. erzieher trifft es eher.
irgendwo zwischen national-und neuem sozialistischen aftermath. also nichtmal versteckter intellektualismus. gedachte knickse und fressehalten wenn erwachsene reden. und überhaupt: verhalten. kirche und instrument lernen - man hatte sich an der grotesken vorstellung verbissen das kind+flöte (oder irgendein anderes möglichst nicht allzuteueres instrument, aber nie frei, sondern nur unterrichtet) den weg in das was sie unter bürgerlichkeit verstanden ebnete. aber schon die muddi hatte klavier gelernt und war statt lehrerin für die unterstufe...well....tippse geworden.
so I had to jack off to martin eden, das ich zusammen mit nexös ditte und whoeverwrote its der eiffelturm bleibt in paris auf dem speicher fand. veröffentlich 1913.
und wir reden von den 90ern. es gab eine schulbibliothek, ja...zugang zu den 'erwachsenenbüchern' aber nicht. und irgendwann wuchs ich aus eisenherz und erst recht der puckireihe raus. bzw. in letztere garnicht erst rein.

natürlich kann man dagegen ankämpfen dass einem der kopf viel eher mit dem kufsteinlied denn frühen schwitzigen nietzsche-endeckungen gefüllt ist - aber man wird scheitern.
(das universelle scheitern, schnell ausgekundschaftet ist nicht das problem, und vermag keinen idealisten, gluecklicherweise, aufzuhalten) das persönliche scheitern jedoch schon.
die jodelfolge vom kufsteinlied kann ich. an nietzsche erinnere ich mich keinen deut. gelesen hab ich ihn aber in dem park, in dem mir der erste und letzte joint angeboten wurde, ich war 15, und ablehnte.

natürlich dauerte es ein wenig mit all der einsicht. lange zeit, fueled von einer mischung aus kindlicher überzeugung ich sei ein alien, oder mindestens ein legitimer nachfahre irgendeines ritters der tafelrunde und später allgemeiner pubertärer überheblichkeit, devianz&selbsthass, war ich überzeugt davon dass mein grosser geistesstick aufragen könnte aus all der nonhistorie und bedeutungsarmut.
hätte ich damals gewusst dass es, auch im gerade zu meiner einschulung neuwiedermitvereinten osdn, eine mehr oder minder grosse ungewöhnlichkeit ist wenn ein kind von nichtakademikern, oder der einfachheit halber menschen die nach ihrem 18ten lebensjahr mit erwerbsarbeit begannen - abitur macht. natürlich ziehe ich auch in erwägung das trotz meines früh sich zeigenden, wenigstens schriftlichen intellekts, selbst mit bildungsempfehlung und gang aufs gymnasium mein scheitern ebenso wahrscheinlich gewesen wäre wie die tatsache dass ich garnicht erst für die höhere schule vorgeschlagen wurde. bildungsempfehlung realschule also. natürlich....im wunderbare demokratischen und niedrigschwelligen D hätte ich die möglichkeit gehabt nach oder während er berufsausbildung abendschulen und wirtschaftsgymnasien zu besuchen um dann, irgendwann mit mitte ende 20 das zu tun wofür ich früh wusste bestimmt zu sein: viel zu schlafen, diverse drogen auszuprobieren und mich für 1 oder 2 für dauerhaften konsum zu entscheiden, nicht zuviel aber wenigstens ab und an sexualkontakte zu allen denkbaren geschlechts und altersgruppen zu pflegen und ohne ziel geisteswissenschaftliches zu studieren. dieser, vermutlich ein jahrzehnt umfassende erster karrieresprung dem obdachlosigkeit oder diktatorenschaft folgen sollten blieb mir und der gesellschaft glücklicherweise von vornherein erspart - und es hätte nichtmal der einführung von studiengebühren bedurft. der fortpflanzungtrieb der niederen schichten reicht vollkommen aus.

aber eigentlich sind andere dinge wichtiger als all this whining about how bad the childhood was and that one was destined to be a looser in the first place - daher immer auch der relativierende hinweiss auf mein tatsächlich gemessenen geistesvermögen, dass sich immerhin ganz urkundlich festgehalten darin erschöpfte dass ichs nur sehr knapp schaffte selbst diesen mittleren schulabschluss zu bestehen.

was eigentlich, zumindest für mich, viel interessanter ist, war die feststellung des double fuckups. ungewolltes und benutzen wir das wort ruhig, geschlagenes kind zu sein ist ja die eine sache. eine reale sache. eine sache mit der ich umgehen kann. wohl auch dem geschuldete das es in meiner geeeeneration und herkunft kaum ein kind gab das nicht ab und an 'recht und links' eine runterbekam - als schlagen wurde/durfte das nicht bezeichnet werden. so war die welt eben. man empfand den asphalt, mit dem man aufgrund motorischer selbstüberschätzung häufiger kontakt hatte, oder das andere sandkastenkind welches einem eine handvoll sand im auge platzierte später nicht als unmenschliche grausamkeit die einem das verlerletzliche kinderseelchen pürierte. trotzdem (alle argumente die gegen diese art der 'erziehung' anzuführen sind in diesen klammern) - aber auch das ist noch nicht der punkt. kürzlich war nadine da. die gute ex-mitbewohnerin. sie hatte einen vater, alkoholiker, der die kinder zwar nicht mitten in der nacht salutieren/nach grösse aufstellen liess, wie das sonst bei alkoholikervätern tradition ist - sondern er schlug nur (nicht blutig, aber immerhin) mutter und kinder und fuchtelte mit einer waffe rum. zeugenschaft mutter, grosseltern, nadine und ihre schwester. solche themen kommen, egal wie kommunikationsarm ein familienverbund auch immer ist, und glauben sie mir kommunikationsarmut ist fast kein zutreffendes wort für die floskeln und grunzlaute die gemeinhin ausgetauscht werden....das thema kommt irgendwann auf.
nun der interessante teil: die mutter schweigt, bzw. weigert sich gänzlich teilzunehmen - die oma (meist der tatsächlich sprechende teil in einem grosselterngespann, opas verabschieden sich, so sie überhaupt noch leben, gemeinhin völlig aus jeder diskussion die sich nicht um heimwerken, manchmal sport, essen oder getane reisen drehen und tun sich, so sie den ort des geschehens nicht gleich verlassen noch maximal durch gelegentlichen brummeln oder nicken hervor das vermutlich zustimmung oder ablehnung der grossmütterlichen sprache bekunden soll)
leugnet. ja. sie leugnet. ohne einen einzigen evidenten hinweiss auf ihre behauptungen leugnet sie, sagt die kinder hätten selbstverständlich eine glückliche kindheit gehabt, alles andere sei lüge, und schluss.

das ist in etwa nadines geschichte. immerhin hatte sie, auch dank der schwesterlichen zeugenschaft, nie auch nur den geringsten zweifel an der geschichte.

ich wuchs aber immer mit dem gern ausgesprochenen vorwurf auf ich lüge ja ohnehin. und habe bis heute an allem was ich schreibe zweifel. zweifel ....zweifel. erst recht seit ich vom false memory-syndrom weiss. das gerade meine kindheit dazu führte das ich lange zeit ein verteidiger der unbedingten wahrheit war und wohl immernoch bin ist mit sicherheit kein argument dafür, dass ich recht habe - genausowenig wie ich insgeheim natürlich überzeugt davon bin das es...ähm...genauso war. ungeliebtsein und gewalt fucks you ganz ohne zweifel ab. gewaltig. und ausser einer möglichst gesunden balance aus verdrängung und therapie gibt es wohl kaum eine möglichkeit ein ansatzweise normales leben damit zu führen, je nach intensitätsgrad und dauer des erlebten - aber wenn all dieser erinnerungen verleugnet und als lüge dargestellt werden - und es niemanden gibt der einen in dem erlebten bestätigen könnte (einzelkind, schläge fanden nie in der öffentlichkeit statt) dann ist das wirklich der ultimative fuckup.
man muss fast sagen leider waren all die bemühungen einen menschen in den grundfesten zu erschüttern/zerstören nie zielgerichtet waren - im gegenteil - denn sonst könnte man wenigstens zu einem meisterstück in sachen wahrhaft-böse gratulieren - keine schöne sache dieses wahrhaft-böse, und ich bin die letzte die dieses handwerk nicht zu schätzen wüsste. es sei gepriesen, allein seiner seltenheit wegen.

nun ging/geht die welt aber nicht wegen manipulativen planvollen satänen unter - sondern hauptsächlich wegen bloedheit. (desinteresse und äh...kapitalismus². )

wenn meine meinung und die art meines denkens für die welt relevant wäre und ich also gefragt würde was ich den nachfolgenden generationen unbedingt mitteilen würde, so antwortete ich:
yola-ya-hu-dihi-dihi
yola-diha-dihei-do-yo
...bei uns in tirol!


und wenn sie den vorangegangenen txt aufmerksam gelesen haben, wissen sie auch, warum.


*natürlich hat man gedacht. jeder denkt. sie wissen schon. aber das durchschnittliche alter beim verlassen der schule war 14. given the ländliche herkunft, waren ernteeinsätze und ausfall der schule aufgrund harter winter+langer schulweg auch keine seltenheit - von der qualität der rohrstockinstitutionen auf dem lande garnicht erst zu sprechen. sogar die spätere lehrerin war kaum mehr als 10 jahre in der schule. aber dank lehrermangel und sozialistischen reformen war ihr nach berufsausbildung+tätigkeit am webstuhl [sic!] ein fernstudium möglich.
würde mich nicht wundern wenn die 80er irgendwann in den nächsten 10, 20 jahren im dorfe hinter den 7 bergen ankommen. heisser tipp: Catch A Gogo - 2 Shy
² ist immer gut. liegt man nie richtig falsch mit. und es klingt nicht so biblisch wie gier.
³ mutprobe achten sie auf den überkreuzgang, das sog. schunkeln und den 'anlegbaren kragen' (0:37) der wie eine häkeldecke aussieht. das trug man in den kreisen. auch ich musste sowas bei chorauftritten anlegen. es ist das degenerierte epitom des preussischen stehkragens und auch bei schulphototermin unerlässlich, so man beweisen wollte das man aus einer 'ordentlichen' familie kam - oder in meinem fall einfach gezwungen wurde es zu tragen. ein says-it-all-accesoire. feel me?

gurken osterfernsehprogramm rek

osterfernsehprogramm rekapitulieren

los gehts aber erstmal im zug. auf dem weg ins dörfli hab ich diesmal auf der anderen zugseite gesessen. links. weil ich doch morgens immer schon heildirimsiegeskranz singe und von kaisershunden träume (erdmann) - fiel mir auf, dass ich noch nie links sass. ganz neue ansichten taten sich da auf. zugfahren ist ja oftgenug erhebend (ausser im norden³, dazu später)
ausserdem trat sich so von selbst der unerwartete beweiss an das dörfli tatsächlich hinter 7 bergen liegt, rechtzeitig irgendwo vor glauchau geht der hügelvorhang zum fichtelgebirge auf, und einige minuten später ist man da. im zug dann feuchtgebiete gehört. ein buch, speziell für mich geschrieben. heldin heisst ja nicht umsonst helen. jugendliche hämorrhoiden, pupertäre tamponspielchen und nicht zu vergessen das ewige rothaarige frauentrauma - ich seh da einige paralellen - da ists nur recht und pflicht das ordentlich analgesechst wird, irgendeinen kontrapunkt muss es ja geben ;)
literarisch ist es natürlich kein grosser wurf, aber schon allein wegen all der empörten amazonrezis muss mans doch mal hören/lesen. erinnernt mich an roches ass-fellow, meinen immernoch urgentesten heiratskandidaten willemsen, dessen deutschlandreise, die ich gerne als pflichtleseprogramm ab der 5ten klasse sähe, wird dort auch ordentlich als 'menschenfeindliche deutschenhasserei' gegengefeiert - was mir so garnicht einleuchten will: kuschelweiches wahrheitsleuchten in bester heine-tradition ist das - ein buch was man, und das tue ich selten, auch mehrmals löhren kann.
feuchtgebiete hat dennoch ein paar leuchtraketen. ein paar im ekel, ein paar im humor. was ich vermisst, aber vielleicht auch nur übersehen habe war allerdings kopfschorf. kopfschorf ist die körperabsonderlichste entsprechung zu peanut butter (meist crunchy) - und teilt sich bei mir mit schorf den #1 in der hitliste. aber roche hat kopfschorf nie erwähnt. ärgerlich. dafür dann nur 4 sterne. mwhaha.
trotz des eigentlich unerträglichen plots und der steinpenisbemerkung (d'uh! steinpenisse! vielleicht ist das der hauptgrund für alte säcke, sie eregieren selten noch als steine) ist roche, so als frauenauteuse zu preisen- besser als alles von ildiko bis kürty was das leichte fach jenseits von wanderhuren und krimis angeht. ausserdem gilt es fgebiete schon allein deshalb zu verteidigen solang man noch in einem land lebt in dem 'emanze' ein schimpfwort und 'konservativ' ein wert ist - und mir auch nur wenig andere staatsgebilde einfallen in denen das nicht ähnlich ist. natürlich ist das rosa fickelbuch jetzt nicht als emanzenliteratur einstufbar - aber es tut ohne zweifel viel für die von all den tätervätern&müttern totgeschwiegenen blumenkohl am arsch - jawoll! free your piles! walk them in the park instead of the dark - now!

ich bin ja weg vom tv, nicht etwa freiwillig, wie die alten leute, die im nicht mehr ganz so zu preisenden d-radio kultur* nachts anrufen
sondern ganz gekappt-gezwungen.
....
eigentlich wollte ich mal einen eintrag schreiben in dem 'vulgo' vorkommt,
anstattdas

und die wohl nie befriedigend zu beantwortende frage was mädchen in uniform im osterprogramm zu suchen hat.
egal, ich steh ja auf stehkrägen. frollein von bernburg! frollein von bernburg! (gut, das ganze ist natürlich ein unerträgliches machwerk - aber romy wegen kann man dass schonmal)
ansonsten viel jesusoverkill, viel cook, und grosse freude das ich eher zufällig malte ludins vaterbild '2 oder 3 dinge die ich von ihm weiss' gecatcht habe.

(irritiert vom dauernden signetwechsel der privatenanstalten. scheint mittlerweile alle 2 jahren zu passieren und sichert hoffentlich vielen kleinen werbeklitschen brote. ich bin noch nach tagen ganz konsterniert vom neuen amazon favicon und meine organe treten einen halben schritt zur seite...jedes mal aufs neue. un-an-ge-nehm. hat man denn gar nichts gelernt aus 200 jahren industrialisierung?)

auch noch: der zadek. ach der zadek. sieht schlecht aus der zadek. mag aber dran liegen dass ich den zadek aus den 80ern verinnerlicht hatte, weil ich davon mal ein buch hatte.
zadek kauft einen jaguar (er fährt in letzter zeit häufiger welche zu schrott, da tatterig) - aber quasi-ehegefährt will kein zu grosses auto, denn sie muss es ja meist fahren - der zadek ist untröstlich, denn er will einen langen jaguar. ungelöstet schweigen.
zadek hat ausserdem ein grosses tier verschluckt was ihm vom schlund in die halswirbel gewandert ist, dort sitzt es jetzt, und wird tagsüber von einem schal warmgehalten.
zadek klingt immer ein kleines bisschen nach lindenberg. das liegt an hamburg, weiss ich als guter hörer.

später beim in den schritt gucken von ziemlich guter dichterin eingeschlafen. alle wölfe. alle bachmannfrisuren, diese (damaligen&heutigen) jungdichterinnen. grossartig eigentlich.
die meisten heissen auch ulrike, oä.
die hiess uljana. wolf. bezeichnend. ich kann frau wolf, ihren schritt und ihre gedichte sehr weiterempfehlen. und wunderschöne knie!
rechtzeitig zu cora frost wieder aufgewacht. warum ich die nicht eher begeisterungswürdig fand kann ich mir durch völliges fehlen ihres werkes im esel und torrentnetzwerk erklären. in zeiten in denen man selbst malediva und tim fischer dort, wenn auch nur mit viel langmut, vertreten findet ist das eigentlich untragbar!
also, liebe noch nicht ganz so erfolgreichen nachwuchsschreiberinnen, naturdunklebraunes haar, halblang mit pony ist unabdingbar - sonst wird das nix!

und dann stephen fry:Rescuing the Spectacled Bear + hippopotamus (letzeres hat minderjährige in it die aus rein medizinischen zwecken pferde penetrieren - ist sonst aber weniger highlightreich)
nur: wer ist die bekannte stinkeschauspielerin ?! weiss mir da jemand zu helfen? natürlich ganz diskret, via mail.
weiterhin fiel mir im semisexualisierten girly-frydom auf: der mann hat vermutlich ein massives schuppenproblem. dass jedenfalls legen die unretouchierten blitzebilder fellow fryphiles nahe. ich empfehle daher: drag! da mr. fry ohnehin an den 2m kratzt fiele es auch garnicht weiter auf wenn er kopftuch trägt.

finaler tipp: zwei oder drei dinge die ich von ihm weiss - eigentlich die wichtigste mein babba warn nazi doku. viel spricht für die sendung. worked on 5 levels...achwas...12!
natürlich war auch hilfreich das malte L. im film eigentlich sehr sehr gut aussieht². den kontrapunkt hab ich dann aber auch echt gebraucht, hab teilw. den tv angeschrien. danach viele telefonrants. bin ich sehr empfindlich. dass der durchschnittliche waldundwiesendörfler seine/eltern/grosselternvergangenheit schönfärbt/leugnet/zurechtlügt ist ja eine sache...wenn das aber menschen mit schönen grossen wohnungen tun in denen bücherberge im weg rumstehen um hirn und stellung zu beweisen dann erregt mich dass als zu kurz gekommene neidgesellschaft eben sehr.
...
fackelauf. wer hats erfunden? ich finde das grossartig....das instruments des boycotts warmhalten - bruhahaha - ja, klar.
das bisschen schon verdiente geld mit den gespritzten sportels reicht doch nicht - so ein wanderarbeiter muss sich ja auch erstmal amortisieren - und irgendwann muss ja neben plastikmüll und schrottautos auch mal ein ernsthafter grundstein für die gelbe gefahr in sachen überollen des westlichen wirtschaftsraums geschaffen werden. immer diese spinnerten linken aus der CDU (pöttering) - schlimm ist das. kein wunder wenns mit D bergab geht. mwahahahaha. spocht heil!
....



² später dann nicht mehr. gelobt seien verwackelte handkamerabilder.
*gerade am WE wird man zur aufwach/einschlafzeit dauernd mit christenscheisse zugeballert. ich finde das sehr unhöflich...ja offending! andacht hier, übertragung von gottesdienst da - und das auch ausserostern.
³ BahnTV - wun.der.bar! der sender hat wirklich noch gefehlt. leider kam nur die führerstandsmitfahrt bremen-bremerhaven. tatsächlich ists im norden nicht das grösste vergnügen bahn zu fahren, landschaftlich. ich bin ja häufiger mal in der ecke HH-H und das grenzland zu peine rumgegondelt - verpasst man nix. kein vergleich zum wilden osten - einer bahntoskana, wag ich zu behaupten.

gurken alle die da fallen allen 'llen

versehentlich in unfassbar schlechtes buch gelaufen. sehr sehr verärgert. trotzdem bis zuende gehört.
ist unfassbar was man so alles drucken darf. als blog meinetwegen, aber als buhuch!?
Der romantische Egoist. Beigbeder
waren memos sohn schlechtem hause und 39,rgendwas recht unterhaltsam ist das einfach nur eine qual. und eine frechheit, womit man sich freiwillig zuscheisst. selber schuld.
vielleicht amüsant diese begebenheiten von einem 15 jährigen zu hören - aber kurz vor 40 ist das alles mehr als bedenklich.
bin ich vielleicht auch der falsche rezipient. mir hat sich nie erschlossen dass leute geld für eintritt in amüsierbetriebe zahlen, in denen nichtmal die musik gespielt wird die man eigentlich hören will, und menschen das tun, was sie am besten können: möglichst spärlich bekleidet banalität und dummheit zur schau stellen, was man ums zu ertragen mit drogen und alkohol und das hoffen auf verkehr bekämpft. ich persönlich trinke am liebsten zu filmen und ganz ohne hoffnung auf verkehr, allein. (alt text:
da lob ich mir doch menschenhassendes asexuelles zuhausesitzen, bei scott walker platten, kenneth williams shows, keksen und kakao.
ein glück dass ichs bald hinter mit hab)

braggering beryllium toasticle
silberweiss, sehr hart und als pulver brennbar.
#
weissweich, früher knackig, schwimmt in seen immer oben
enten mühen sich ab damit. rund.

gemüsesuppe
sahne
spaghetti#

früher war alles besser - auch die werbung
vor allem aber die verfügbarkeit wirksamer tödlicher medikamente
und heute...

immerhin, durch die gewisse leichtlebigkeit bewege ich mich auch kondomfreier im internet (dabei ist die eigentliche wahrheit dass die 6000er leitung für die ich bezahle maximal einen 3000er durchsatz hat, sowohl johndoe als auch das zwiebelnetzwerk entweder nicht funktionieren, mich im durchschnittsbürgerbetrieb enorm einschränken und modemlangsam sind - so kann aus mir nie ein terrorist werden...)
erfreue mich noch ein wenig in allerlei schön bestickten couchkissen:
bowie bootlegs, stephen fry an dem ich trotz wilde immer wieder knapp vorbeigedriftet bin fing mein interesse, also dort alles aufgesogen was es gab - gern würde ich auch noch das ein oder andere buch lesen, aber alle versuche scheiterten kläglich (gerade Isabelle Eberhardt entdeckt, leider keine hörbücher hier - so I skip. natürlich via populärmusik die in meinem radiosender hoch und runtergedudelt wird, Jolie Holland. nicht das schlechteste, aber irgendwann geht einem das basszupfen seit der dings...wie war nochmal der name, aufn sack. immerhin löbliche trötenaction hier, st. infirmaryesk - sehe in der schweiz eine löbliche tradition androgyner junger frauen aus besseren keise mit vorliebe für opiate und reisen als lebensszweck - also mein überich. nur eben ohne geld für reise, opiate und oberes drittel unterschicht. äh...ja. gut, mehr als schwarzenbach und eberhard fallen mir auch nicht ein, aber das reicht bei einem derart winzigen land wie der CH durchaus für das wörtchen 'tradition' )
- mich also gezwungenermassen mit der erinnerung (vermutlich vielen falschen), dank fry auch mit der lüge, und dem ewigen leben im falschen beschäftigt.
festgestellt das der widerspruch zwischen dem ersehnten und gehandelten unverhandelbar ist - zum glück.
solang man lebt bekommt man das ganze streben nach erleben nicht weg, das erleben selbst - ist erst die phase der knieerweichenden, schweissproduzierenden angst und unsicherheit verhallt die man als alter phobiker nunmal an sich kleben hat wie eine akne ist fast immer banal und eine der vielen trittleitern ins vergessen. dann kommt verwirrung + routine.
mir ist als ob irgendwann zwischen dem 15ten und 16ten lebensjahr eine art jugenddemenz angefangen hat -
wenn man einmal den lichtstrahl der begabung gespürt hat, wozu man intellektuell in der lage war -aber nicht mehr ist - dann ist das einfach unerträglich.
jede handlung, die man tat, sexuelles und emotionales herantasten mit echten lebenden protagonisten treibt das vergessen voran.
die leicht pervertierte vorstellungs-und antriebskraft der nicht-erfahrung bringt es nicht wieder her. das köcheln der so unendlich unglücklichen genderverwirrten massloss hasserfüllten und begeisterungsfähigen
jugend, amokplanend, bombenbauend, alle literatur als heiliger gral - aber an nichts was man verlangte herankommen.
keine verbotenen bücher (ALLES was keinen sticker 'für leser ab 12 jahren' hatte - die bibel natürlich eine ausnahme, die bibel war überall, zwei drei übersetzungen von den 50ern bis 80ern, ein oder zwei kinderbibeln, freisektliche illustrierte leaflets - das fiebrige missionswerkszelt, in dass ich nur ging der blonden knaben wegen, die dort gelangweilt die bestrumpfen beine von den stühlen baumeln liessen und mit den schuhen im sandigen sich vom grass lichtenden fussballplatz scharrten - gerade du brauchst christus werner heukelbach - die sektenleute hatten immer viele kinder, rocktragende ruhige weibchen, lebehaftere und oft schöne jungen, orgelpfeiffen. hiess es immer. eine kleine fehlgeleitete arierbrutstätte. keine ahnung wie wahrscheinlich es ist mit 10 pädophile neigungen zu haben, ohne je von solch 'dirty words' je gehört zu haben
), keine filme nach 20 uhr, - überhaupt nix neben sandmann, lindenstrasse, ab und an einen angefangenen tatort (spä-tes-tens 21uhr bett. auch mit 11 noch) da fing ich gerade an davon zu phantasieren an einem bahndamm meine jungfräulichkeit sehr absichtlich zu verlieren (miller, oder grass, oder anderen schandkram zu verdanken)
das mit den sekten hatte noch andere gründe, die mir auch wieder durch den kreditkartenbetrüger fry ins gedächtniss kamen: das geld! das kirchengeld! natürlich war das weit weniger subversiv als es sich heute darstellt. ich war schliesslich damals noch weltreligös gefestigt, betete vorm zubettgehen, flehte gawd immer mal wieder um diverse gnaden an - aber, zum punkt.
einige zeit besuchte ich schnupperveranstaltungen der lokalen freikirchlichen sekten. das war nicht unbedingt fröhlich begrüsst vom elternhaus, aber besser als gottlose tätigkeiten. für mich hiess es vor allem folgendes: eine leicht zu beeindruckende weltfremde gefolgschaft denen ich meine erfundenen geschichten die sich um mich und bedeutende historische ereignisse drehten (mein horizont kreiste gemeinhin kaum ferner als zur tafelrunde) reindrücken konnte - kinderchen an denen ich meine überredungskunst testen konnte (durch den garten der alten irren hüpfen, über 2-3 zäune) - also die einfachen freuden als freak unter grösseren freaks keine schläge sondern achtung zu beziehen - das aller-allerwichtigste war jedoch GELD und ein, oder zwei unbeaufsichtigte stunden in abgelegneren gegenden des dorfes (sie wissen ja, wie diese sekten sind, scheues, integrationsunwilliges volk)
man hörte sich also eine nett aufbereitete halbe stunde kinderstunde an, begab sich dann während der lesung nach draussen, auf toilette angeblich, und konnte dann in aller ruhe die draussen auf bügeln hängenden manteltaschen von erwachsenen und kindern studieren. ich weiss bis heute nicht ob dieses auch vor nicht-sakralen gebäuden gardrobieren eine art 'prüfung' für aufrechte christen sein soll, oder nur ein eigentümlicher brauch aus der heimatgegend - jedenfalls fanden sich immer einige 10pfg.
, oft genug auch das ein oder andere, sehr begehrte 50pfg stück - einmal fand ich sogar ein fünfmarkstück. später, sektenfrei und fast gottlos suchte ich in den grossmütterlichen kirchenausführtaschen nach dem klingelpfennig, und fand ihn auch. so kam ich in besseren zeiten auf das enorme taschengeld von 1-2DM - wir sprechen hier von den 90ern, also einer zeit in der gleichatrige in der stadt schon den ersten dübel rauchten. ja, es war entbehrungsreich - aber es gab immer graubrot.
*gagh*

das gedächtniss für worte, das gefühl für worte, das gefühl für satzbauten, es fällt monat für monat mehr zu unverkennbaren klumpen zusammen - und gerade das schriftliche äussern können war der einzige weg sich erleichterung zu verschaffen, fellbälle kotzen, unterwäscheteilkatalogwichsen.

doch das leben wurde immer detailloser. immer organisierungsbedürftiger.

aber nichts bringt die intensität der verletzungen, des flehens um bemerktwerden und anerkennung wieder - nichts bringt diese verzweiflung an anderer menschen leiber teilzunehmen und zu scheitern wieder.
die geräte zu zerschlagen, die tische leerzufegen, heute - das ist kein vergleich zu den kindlichen tritten gegens tischbein, das elefantenbein, dunkles holz, gegen die strangulationsversuche und das totspielen am auszugsmechanismus des gleichen tisches - nichts bringt die bemerkenswerte erkenntniss wieder das man in der lage ist einen anderen menschen zu töten, nicht bringt das entwickeln einer moral wieder, die erkennen lässt, dass es kein moralisches gerüst gibt, dass einen hindert genau das zu tun.

keine sensationen, nur ermüdende ängste und kämpfe. um ein dach über dem kopf, und eine bezahlbare raumtemperatur über 15° auch im winter in einem geschlossenen raum, der einem vertraut ist.
verdun war die letzte sensation. alles rubbeln an leeren morphiumampullen aus der ersten weltkriegszeit hilft nichts weiter, alles wärmen des auszeichnungsblech mit der eigenen körperwärme bringt den geist nicht zurück.

ich sehs nicht ein, auch nicht kurz vor dem tod, von meinen prinzipien abzuweichen.
sie heissen nicht umsonst prinzipien. I had a shitty life, I demand a less shitty death. und wenn es auch nur eine konstanz in meinem leben gibt, wird diese wollen enttäuscht werden. aber ich will mich nicht über einen bevorstehenden mehr oder minder qualvollen tod beschweren, dass währe ja freibiermentalität + falsche anspruchshaltung (und daran ist die linkspartei schuld) muhaha!

dennoch, einen handlungsplan hab ich keinen. währen nicht die elenden hinterlassenschaften, das zu erwartende polizeiaufgebot (rechner werden standartmässig durchsucht, das heisst also alles unbewohnbar machen* oder vorher für die verhasste organisation sorgen, die aber auch spontane über-hihi-sprungshandlungen verbietet.)
kaum erkennbar, oder mit fehlendem gliedmassen läge ich jedoch ungern in relativer öffentlichkeit rum. das sterben stellt sich also als gleichschwierige herausforderung wie das leben dar. wenn sich dass auch so ausgeht wie mit dem langen lebens- erfolgs und tatsächlich auch irgendwann mal, ehe ich wusste wies in der realität aussieht, erwerbsarbeitswillen *witzel, witzel*

*ichhätte nicht gedacht dass ich diese neubautentext-lielingsphrase nochmal 'in echt' hören, aber PKK sei dank...

//achja...marokko auch skip. fand keine gastfamilie. und da auch schon die schäbigsten baracken 5€ die nacht kosten und ein aufenthalt von einem monat aus kostengründen nötig gewesen wäre....
wasauchimmer. anstattdass: wien. bei anderer ehefrau nach rechten sehen. dabei sollen in wien seit einigen jahren schon wieder juden freirumlaufen. gut...in ausgeschildertem gebiet natürlich. gedenktafelgegend. knickknack.

schlimm ist, und sorge macht, dass mein lebenswandel (medienkonsum, vögel im garten beobachten, geschirr umherräumen, schlafen, scheissen) mir allein in den geborgten 4 wänden kaum ennuirend wird - sobald ich das aber in anderen städten bei anderen menschen mache nach wenigen stunden die decke auf den kopf fällt, was zu schweren verwirrungen und depressionen führt und oft in blackouts endet wie ich sie sonst nur von berichten schwerer trinker kenne. seltsam. ausserdem hat das eheweib eine unberechenbare hausbestie - nein, keine semimumufizierte katze die seltsames verhalten an den tag legt, sondern in echt. unerzogene bestie mit kampfhundanteil, in pubertät. und mit ablenkungsversüchen mit catnip und wollknäul wollen diese canii ² selten was wissen.

werde also eine rolle ducktape mit mir führen. wenn ich an den hund nicht rankomme könnte ich auf diese weise ausgestattet versuchen mich vom hochbett zum klo spidermanesek an der decke zu bewegen.

fearfullest. die quitterin.

² siehe letzter teil. W

oder opensourcenachlass.


nun hab ich mich doch hinreissen lassen, zu allgemeinen sortier- und organisierarbeiten. dank der hilfe des allerletzten secret-stocks of ephedra caps geht das auch einigermassen von der hand.
82er jahrgang titanic (ebay impulskauf) und betriebswirtschaftslehrbuch (?) wiedergefunden. ausserdem ein mathematikheft aus der 4ten klasse in dass ich etwa ein jahr später eine geschichtsfälschende geschichte mit schwänzchen(jawoll!) content hineingeschrieben habe.

es ist schon befremdlich, dass man nie die hoffnung aufgibt, dass es postmortem grösseres interesse am 'werk' ergeben könnte als zuvor (interesseskale von 1-100% - 1.5%)

fazit: 20kg zeichnungen (ordner und mäppchen allerdings inklusiv) A4
+ einige GB fotos....einige schuhkartons 'vollstreckung kostbarer erinnerung' - dubiose dingelchen (blechbüchschen, steinchen, schräubchen, trolle, streichholzschächtelchen, und eine mich überraschende anzahl an CD-mappen - das war ehe ich mir die 6 umgebauten und tatsächlichen externen platten geleistet habe -
all das überrascht mich nicht, habe ich doch bei, zugegeben oft doppelt so alten menschen weit eindrucksvollere archive gesehen)
trotz der zahlreichen müllsäcke und gänge zum papiermüllcontainer bleibt doch gut was über. mal schaun, wer sich wie weit erbarmt - oder ob ein entrümpler einen unbefriedigen auftrag bekommt (immerhin, es sind 'nur' 17m² packed)

gurken81 die deff-edition

gin sours - und dann nach tanger!

so habe ich das nach einigen tagen indianischer shwizzhütte (aka under my old schlafsacksheets welche mir seit jeher als bett dienen) beschlossen!

auch wenn sich erst einer mit bekundungen gemeldet hat, dass ein weiterleben meiner bevorzugt würde, kann ich doch nur versichern dass mir die nahe aussicht auf einen, zugegeben möglichst schmerzfreien, tod das beste ist, was mir seit jahren passierte.
stundenweise fühle ich mich wie ein echter mensch - und halte die welt mit gerade dieser aussicht für erträglich.

schliesslich würde es all dem bisherigen nur unwürdig zu nennenden existieren die krone aufsetzen, fast so schlimm wie kant (22. April 1724 in Königsberg † 12. Februar 1804 ebenda)
nun ist mein ebenda immerhin um die 100km luftlinie entfernt - aber es bleibt soggsn. auch nicht enden wie cioran. sondern wie sterben wie spongebob hüpft, ein fröhliches ichbinbereit.
(natürlich bin ich weit davon entfernt....das sterben ist ja immer das problem, der tod nicht - and I'm such a chicken)


nun ist das ein alter hut, darüber wurde schon lange geschmalzt, dass suizid ein ausdruck gesteigerter lebensempfindung/freude ist - auch wenn ich das spontan keinem namen zuordnen kann. sicher ist, es entspringt nicht mir, aber ich befinde es für gut - wie auch diesen satz - der alles im von mir geliebten ungefähren lässt (auch so ein grund, alles wesentliche ist bereits gedacht. unerträglich für selbsthassende megalomanen) nicht auf mich bezogen, natürlich, das leben an sich ist mir immer irgendwie...zu fremd geblieben im es so richtig zu umarmen. eine mischung aus argwohn und feigheit. vermutlich.

und zürnen sie nicht wenn ich dann hopps bin, I know it's selfish - sie hätten ja zeit meines lebens wenigstens mal ordentlich an mir herumwert-schätzen können, seis mit den boden küssen auf dem ich wandle, adoptionsangeboten - oder 50ct auf mein paypaldings überweisen - aber nein...nix - aber dann ankommen und beschweren? ne, is nich. (das wäre jetzt die aufforderung, neben den 3 mir mehr oder minder lose bekannten personen auch mal was zu sagen *hüstel*)

suicid = heiligste caritas. beeing your own personal saaaahaviour!

nun bleibt mir nur noch, dass zugegeben schwierige unterfangen, eine möglichst kostenfreie bleibe zu finden*. zu diesem behuf habe ich, ohne tatsächlich hoffnung auf erfolg, einen dieser schriftstellergesellen angeschrieben. bowlenpaul ist ja leider nicht mehr - trotzdem ist die stadt ja keine kleine - und man weiss ja nie (natürlich weiss man, weiss ich - mein indianischer name ist 'die-bei-der-alles-in-arsch-geht-but-not-literary') - ABER.

würde ich keine seebstattung wünschen so sollte mein epitaph ein ABER! sein (friedhofsordnung! friedhofsordnung! friedhofsordnung! friedhofsordnung!)


* von der sprachbarriere garnicht zu reden, weder hocharabisch noch mehr als zwei-dreiwort radebrech-franz. sind vorhanden. was mich anspornt ist tanger selbst - fez nicht zu vergessen - und überhaupt...der atlas...in der schwitzhütte fiel mir ein dass ich einst heiligste schwüre drauf schwor, ehe ich 30 würde tanger besucht zu haben, und daher karten zu schreiben - selbst in good rich ole germany schien uns das damals ein unterfangen wie frühindustrialisierten ein kurzurlaub in calli erschienen sein muss - seltsam nicht wahr - wie man das frühe gespür hat, für die rolle - kurz davor war ich noch überzeugt regisseuer werden zu können - ehe dann zahlreiche berufsberater feststellten das gottesinterventionen notwendig seien wenn ich nur einen job als kabelträger wollte...und trotzdem hatte ich immer ein ABER auf den lippen - mein pessimismus und nihilismus war also ein zweck und realitätsnaher.
daher dann doch auch meine damalige ernsthafte hinneigung zum schreiben, papier + stift waren das einzige was leistbar war, ohne existentielle bedrohung auszulösen - hach, ich kann und konnte mir sogar ein ganzes 500er paket papier kaufen - einfach so! zwei mittlere blanko-romane (ausgebeutete und durch abwässer kranke flussindianer. ausgebeutete und durch abwässer kranke flussindianer. ausgebeutete und durch abwässer kranke flussindianer. ausgebeutete und durch abwässer kranke flussindianer. ausgebeutete und durch abwässer kranke flussindianer....)


aber auch: " konsequentes Handeln ist noch lange kein Qualitätssiegel für das Denken, aus dem es entspringt..." (aus mainländer rezension)

richtig und gut. weniger als den tod überhaupt zu handeln braucht es an mir scheinbar nicht.

nur: mein handeln ist immer am kleinnächsten autobahnkreuz gescheitert. auf philosophie des scheiterns kommt man selten ohne grund. das ist mein migrationshintergrund.
die ganze welt bedacht und untertan - aber nur ins angrenzende bundesland den fuss setzen können. (sie kam bis lapalomas, ohe!
ryanfluch geht ja ab FFM hahn nach fes. natürlich nach FFM kommen so teuer wie der fluch selbst. flucht überhaupt! gibts da ein videojug zu? und was wenn mit dem fliegen wie früher dieser höllische ohrenschmerz verbunden war der noch tage anhielt - trotz kaugummiekauen...?
ich habe kein problem damit vorher mein gepäck abzuwiegen und zu vermessen, das tu ich sowieso - aber allein die tatsache das es keine direktzugverbindung nach hahn gibt stürzt mich in grosse verzweiflung die durchaus bis zum todeswunsch reichen kann. seis drum, mit geistiger gesundheit hab ich mich noch nie rausreden können.

auf lanzarote sterben währe eine reizvolle alternative gewesen - wenn da nicht hüllenbeck gewesen wäre. die lit versaut einem alles.
vorher war mir das inselchen ein weit zurückreichendes privatvergnügen, das gut sein phantasiedasein neben touristenburgen fristen konnte - aber seit man erfahren hat das andere zurechnunsfähige personen nach kegelclubs die inseln heimsuchen vergeht einem alles robinsonsche.
dabei wäre in einen vulkan, oder dran vorbei - hüpfen nun wirklich nicht das schlechteste (wenn ich auch noch immer mittel bevorzugen würde)

aber das mit dem scheitern würde mich schon noch interessieren - irgendwer ideen? ist der fehler in mangelnder konstanz-gedult-durchsetzungsfähigkeit zu suchen? I lack every one of this. wenn man von geistiger dikatorenschaft und kampfeslust absieht. das scheitern ist allumfassend - es reicht vom scheissen bis zum reisen. weder waren zu grosse ziele der fehler, noch unter- oder überschätzung, wenn ich das mal so bescheiden anmerken darf. warum habe ich mich dennoch immer rückwärts bewegt ? wie kann es sein das iq, sprach-zeichen-handlungsfähigkeit von jahr zu jahr subjektiv signifikant zu schrumpfen scheinen, statt mit den heraus und anforderungen zu wachsen? eigenes zellgift sein?

im übrigen ist man mit allerlei amüsanten problemen beschäftigt in einer solchen situation: regelei der hinterbliebenschaft wie geschäftiges regelameisi das eben gewohnt ist? so wenig wie möglich unbill und probleme hinterlassen wie man eben dressiert wurde? den fotoapparat mitführen oder es bleiben lassen ? ich darf garnich dran denken, all die herrlichen farben und konstraste! aber then again: welches werk? es bleibt nichts und dass ist auch gut so. mit kulturellem oder gar niedergang der spezies ist innert der nächsten 2-300 jahre zu rechnen - und alles wirklich bedeutsame ist vollbracht, deutsche kühle staatskeller trotzen vor eingedoster kultur - und ich bin dankbar wie wütend das mir alles abgenommen wurde. keine bedeutende einzigartigkeit zu der ich in lage oder laune wäre - und ohne diese aussicht ist ein hoffentliches ende ein ausgleichendes element zu einem leben in angst und


good night & good luck.

gurken gurken

alles wie immer, keine reaktionen. hasbeth redet nicht mehr mit mir. keine ahnung wieso. so hab ich den weg immerhin frei.
und was heisst überhaupt angst sozialfall zu werden - angst den 'standart' des sozialfalles aufrecht erhalten zu können vielmehr.
und was soll überhaupt diese scheisse mit endogen - endogen my arsch - lebensunfähigkeit ist nicht endogen, sondern eine tatsache.
fuck. und zwar mit elan. auf nichts einen anspruch haben, ausser den tod.
ich kann mich auch zum vierhundertsten mal für irgendwas bewerben dem ich körperlich und geistig über oder unterwachsen bin, oder dem ich gar mit der angemessenen mittelmässigkeit nachzugehen im stande bin. aber ich bin allein am positiven ausgang dieser angestelltenbestrebungen nicht interessiert. es ist doch so völlig klar dass es allein in dieser stadt eine handvoll menschen geben muss die willens und in der lage sind mich kurz unterm existenzminimum durchzuschleusen, oder mir gar eine ernsthafte perspektive zu eröffnen wie ein überleben im kapitalistischen wachdummland möglich ist. hätte ich masturbationsphantasien träumte mir davon dass götz werner mich adoptierte. aber alle, zugeg. nicht zahlreichen, versuche bekannte zu knüpfen enden in dümmlichen fickangeboten*/positivethinking-gewäsch. mal von all den hühneraugen der marodierenden armut und der aggression mit der die wenigen, die noch in ausbeuterischen positionen tätig sind, speziell im hierigen breitengrad, eben diesen status zu erhalten: mehr als nachvollziehbar. aber auch: die perversion sich das recht auf arbeit noch erarbeiten zu sollen -was denn noch alles - reicht es denn nicht dass einem für einen adequaten suizid der stein der waffenbesitzkarte im weg liegt²

kein wunder wenn man von der vernichtung der menschheit schwärmt.


* und ich bin wirklich nicht zurückhaltend damit radikal klarzustellen dass ich nicht auf der suche nach solchen aktivitäten bin. aber immer und immer wieder wird das versucht.
² neinein, ich will nicht sterben - ich will nur geld! schorechd - muhahaha. nur soviel dass ich nicht dauernd dem potentiellen kumpeltod am rocksaum zippeln muss, nur um mich vor einer denkbaren obdachlosigkeit und des andauernden versagenszustands der finanziellen lebenserhaltung zu flüchten - wenns soweit ist sach ich bescheid und lass mir dann andere gründe einfallen warum ich sterben will - ok ?

hallo?
....
langmut der jüngsten vergangenheit: den alten ihre mythische halblüge von der spassgesellschaft verzeihen. sie werdens eh immer weiter repetieren.

gurken80 gloriöse jahresbeginne

na wunderbar. hasbeth schwere erkältung. hasbeth herzinsuffizient. vermutlich schrittmacher.
derweil randaliert der sohni alle paar tage an der tür er solle hier endlich abhauen (seit dem ganzen gerichtsvollzieher incident hat sohni das konto gesperrt und ist natürlich mit eigener hände arbeit nicht in der lage die 200€ miete und nebenkosten aufzubringen - zu all dem elend haben sich noch sämtliche gedhähne für ihn besides gewaltkriminalität verschlossen und das verstärkt nicht eben das verständniss für den, der für diese existenz verantwortlich ist.) weder suizid noch mordversuche schaffen da erleichterung. so azozial der fast dreissigjährige ist - ich kann ihn irgendwie verstehen.
das richtige kind, 14 - indes ist zu hause vor sylvester rausgeflogen und hat sich zu pappa, ganz vatikind eben, geflüchtet.
das der nichtmal ansatzweise in der lage ist, finanziell wie gesundheitlich, für sie zu sorgen ist ihr natürlich erstmal egal.
sie hatte sich geweigert ins neue domizil des lebenspartners (wie mutti ein säufer, aber immerhin finanzbeamter - der all ihre dubiosen gschäftle in der lage ist zu decken) zu ziehen. verständlich, da es dort 40m² an fischtanks hat - das wasser dummerweise aber nicht nur dort verbleibt, sondern auch an den wänden herunterläuft.
hauptkritikpunkt für kindchen ist allerdings, das sie nicht aufs land ziehen will. wenn man irgendwas ausserhalb braunschweigs denn als solches betiteln mag. (umkehrschluss und so)
hasbeth natürlich klammert sich an das, seiner meinung nach, letzte verbliebene nicht völlig missratene kind und spricht ihm jede egostische berechnung ab - und vielleicht liegt er damit garnicht so falsch, denn nicht nur ich, auch der arzt der dem psychisch labilen teeny valium mitgab befand: verhält sich wie 10-12 jährige. sozial zurückgeblieben, quasi.
auch wenn ich sie nur aus erzählungen kenne kam mir ihr verhalten immer seltsam vor.
kein wunder das also ausgerechnet hasbeth einen kontrapunkt zur vollkommen dysfunktionalen familie bildet. haha.
...
nun schlug ich also vor man solle mal die alternative betreutes wohnen in betracht ziehen. findet kind natürlich nicht. da hasbeth sorgerecht hat, ist er erstmal gefickt. in soooo many ways.
immerhin, das jugendamt scheint nicht mehr zu ignorieren das kindchen bei bekloppten säufern aufwächst - inklusive tagelangem ausgesperrtwerdens - alles winke winke hasbethens bisher in diese richtung wurden mit 'kann man nicht beweisen' abgeschmettert. das zahlreiche ärzte die professionelle psychologische betreuung fast aller beteiligten unter1nemdachlebenden anregten ist ja auch kein sonderlich beweiskräftiges hearsay.
immerhin, im jugendamt, wie auch immer das funktionieren soll, will man sich dafür stark machen das hasbethens hartzIV antrag diesmal durchkommt (lol, genau - weil es verschiedene dringlichkeitsstufen von 'mittellos' gibt) und er evtl. sogar unterhalt erhält.
könnte eng werden - immerhin hat mutti gerade nen 90.0000€ porsche bestellt. das alles ist natürlich nur relevant wenn er nicht vorher stirbt.
...
von all dem drama abgesehen sitze ich hier nach wie vor ohne sich auftuende dringliche weiterlebensgründe und hab keine ahnung ob und wie ich ab februar meine existenz finanzieren soll.
dazu das tägliche bangen das der vermieter die kündigung schickt.
der mb seit wochen nicht mehr erreichbar.
nicht das erreichbarkeit etwas an seinen nicht erfolgten ratenzahlungen ändern würde.

'heymat'content - luftpump wu de menschn andersch sei

auf ins dorf hinter den 7 bärgn - mit der zither auf spatzen schiessen
damit ist auch mein luftpumpengeheimniss geklärt.
wer wissen will, wies mir geht - dem sei versichert das ich etwa zwei stunden am tag hiermit beschallt werde - nicht zu vergessen das ich jenes liedgut strammgestanden im chor, minderjährig und wehrlos, selbst nachsingen musste - prominentes highlight war und bleibt jedoch die mutter, die in einer strumpffabrik vom mdr beim absingen ähnlichen liedgutes gefilmt wurde - im dirndl (klar..logisch, traditionell erzgebirgisch eben...tha!)


ausserdem: Das Erzgebirgische wird im Linguasphere Register, Zone 52-ACB-dj, den ostfränkischen Dialekten zugeordnet, obwohl es dafür keine wissenschaftlichen Nachweise gibt. Ostfränkisch, Alemannisch (incl. Schwäbisch und Schweizerdeutsch) und Bairisch-Österreichisch gehören zum oberdeutschen Sprachraum.


ich habs immer gewusst dass ich eigentlich ein verkappter schweizer bin. die heiligen bargi vereinen sie alle.

Bi gar weit in Land neigange,
wu de Menschen andersch sei,
doch ich bi ball wiederkomme,
när do drubn, do is mer fei.
Wu de Wälder haamlich rauschen,
wu de Haad su rötlich blüht,
mit kann König mächt ich tauschen,
weil do drum mei Haisel stieht!

[...]

antongünther. wu de wälder haamlich rauschen

rubrigg wo man fremde noch gemightlich hasst, welkomm im gebörsch dialektbloggen

...
holder knabe im lockigen haaaaaarrrrr harr harr...

gurken78 alligatorenträume

opa hat nicht nur alligatoren, sondern auch menschen umgebracht, und sie im beton unter den garagen eingegossen - ohne um leib+leben zu fürchten kann ich jedoch keiner strafverfolgung nachgehen.
ausserdem: schwimmbecken in kellern, mehr als 40 jahre alt. /traumsequenz off
das gefühl von waldbädern, die statt kachel betonböden hatten, ausgebrochen, scharfkantig, aber man kannte die stellen - am gefährlichsten war es unter der rutsche, dort hatte sich schon so mancher bei der landung die hornhaut von den fersen gebremst - blut im chlorwasser, schlieren sich beim tauchen an den augen vorbei. und wie die haare rochen, und grün waren.
da half nur beine hoch, und das ertrinken-gefühl in kauf nehmen, statt der appen sohlen.

/traumsequenz on

ausserdem flucht aus unschön umkämpfter zauberwelt über baume gehangelt, tarzanisch, dann teerpappdach mit betonesse, ja esse unmöglich schornstein - (auch so ein wiederkehrendes traumbild, die importanz der von privat mit teerpappe gedichteten dächer würde mich traumdeuterisch durchaus interessieren - und wer ausser mir weiss schon wie es sich anfühlt wenn morsche, randständige teerpappe dieses geräusch macht, unter den fingern bricht und man schon im sturz weiss wie sich die landlung, rücklings,anfühlen wird - in den bauch atmen muss man, ein paar sekunden warten, testen ob die gliedmassen noch funktionieren, vorsichtig aufstehen, und wieder überlebt haben. unversehrt. quasi) ...
zweier alter messiedamen und verstaubtem halbtoten hund (mischling mit dackel) den man, trotz an-kette, mit dem fuss treten muss damit er sich nicht in die wade hakt - und wie elend man sich dabei fühlt, ein lebewesen treten, das 8x kleiner ist als man selbst, viel staubiger, viel halbtoter und auch genauso bellt - und wie man sich tretend entschuldigt - 5x. dann gibt er auf - und ich inspiziere erfreut den ausgang aus der welt, in der ich hüfte an hüfte mich in einen blätterlosen roten busch (bibelallegorisch?!) verwandelt hatte, während die, die neben mir kämpfte/floh auf schmerzhaft langsame weise von den angreifern in eine glibbrige schreiende masse verwandelt wurde (immer das gleiche, anderen leuten beim sterben zusehen, überleben, obwohl man eigentlich garnicht will, aber sobald vom tod bedroht immer reflexartig überlebensstellungen einnimmt - und danach alles leer von allen die man kannte - vampyrisches drama - zu oft 'interview mit einem...' gesehen )

der alligator jedenfalls ist aussen naturfarben wie lagenlookträgerinnen, innen leuchtendrot, sehr weiss, und rosa - ein richtiger grosser kaufmannsladen für organe. und ich ärgere mich, dass opa ihn nicht wie die hasenfelle zum trocknen an der auf ein meter nach oben braungefliessten (weisse fugen) wand, an die haken, zum trocknen aufgehängt hat - dann aber, natürlich, so ein alligator ist ja viel zu gross, der halbe unterleib mit füssen würde den gang versperren (aber twotones mit glatt und alligatorenleder...eeen draum um mit meinem fahrlehrer zu sprechen!)

ausserdem: 3 monate, 3 kaputte tassen. und mit dem handgelenk schlimm und unglücklich gegen einen saftkasten gewemmst* bin ich auch noch. neben schwellung und erträglichem aua scheint aber nichts zu sein. maximal geprellt.

*was ein schönes wort. muss ich in den sprachschatz aufnehmen.

MUMARFAZR

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